Da kann man seine Gleise noch so wienern, bei konventioneller Beleuchtung flackern die LEDs. Hier ein Weg heraus aus dem Desaster.

Die Schaltung im Header dürfte allgemein bekannt sein. Dennoch ganz kurz eine Erläuterung:

Der anliegende Wechselstrom, oder auch der digitale Bahnstrom, wird über den Brückengleichrichter in einen Gleichstrom verwandelt. Der Kondensator wird aufgeladen. Da ein komplett leerer Kondensator wie ein Kurzschluss wirkt, wird in den Ladestromkreis ein Widerstand Rc eingebaut. Dieser bewirkt, dass der Stromfluss nicht zu groß wird und schützt damit unsere kostbaren Zentralen. Nun soll der Kondensator aber im Falle eines Falles seine Leistung möglichst schnell an den Verbraucher -hier die LED-Leiste- abgeben. Deshalb schließt in diesem Fall die Diode D den Ladewiderstand kurz. Der Entladestrom des Kondensators speist nun die LED-Leiste in der Hoffnung, dass die verschnutzte Schiene möglichst bald zu Ende ist und die Versorgung wieder normal läuft. 

Das ist soweit eine schöne Schaltung und wenn nur genug Platz vorhanden ist, kann man auch Kondensatoren oder Goldcaps mit einer sehr hohe Ladekapazität einbauen. Je nach den Werten können da Überbrückungszeiten von mehreren Sekunden bis zu 2 Minuten erreicht werden. Aber wer braucht das schon.

Ich möchte hier mal zeigen, wie ich meinen Flackerschutz möglichst Platz sparend aufbaue.

 

1 x Brückengleichrichter 1 A in SMD Gehäuse
1 x Elektrolyt-Kondensator 470uF 16V
1 x Diode 1N4148
1 x Widerstand 220 Ohm in SMD (Rc)
1 x Widerstand 1,5 kOhm in SMD (RL)
1 x Stück Lochstriefenplatine 3 x 7 Löcher


Mit der Trennscheibe der Dremel werden die drei Leiterbahnen an der zweiten Lochreihe getrennt. Damit sind die vier Anschlüsse des Brückengleichrichters elektrisch voneinander isoliert. Für den Vorwiderstand RL wird eine Leiterbahn ebenfalls aufgetrennt, und zwar an der 7. Lochreihe, die oberste Bahn. 

Der Brückengleichrichter wird mit einer Kreuzpinzette ausgerichtet und an den vier Beinchen festgelötet. Hierbei darauf achten, dass die aufgeprägten Wechselstrom-Zeichen nach links zeigen. Im Anschluss daran folgt die Diode D. Hier muss der schwarze Ring auf die Leiterbahn zeigen, auf die das + Beinchen des Brückengleichrichters gelötet wurde.

Die Diode wird fest gelötet und das nächste Bauteil zurecht gelegt. Es ist der Ladewiderstand mit 220 Ohm. Das Gehäuse ist eines der Größe 0805. Der Widerstand verbindet die 2. und 3. Leiterbahn, liegt damit wie im Schaltplan zu sehen parallel zur Diode. Wenn die Diode platziert ist, sollte man sie mit der o.g. Kreuzpinzette fixieren, eine Seite löten, Pinzette umdrehen, fixieren und die zweite Seite löten. Rechts ist das Ergebnis zu sehen.  

In gleicher Weise geht man bei dem Vorwiderstand RL (Last) vor. Er wird nun über die zuvor gefräste Trennstelle in der ersten Leiterbahn gelötet. Jetzt fehlt noch der Kondensator. Diesen stecken wir von der Seite ohne Leiterbahnen durch die Löcher der ersten und zweiten Bahn, so dass er in Reihe zu der Diode und dem Widerstand Rc liegt. Der Minuspol des Kondensators muss hier an der ersten Leiterbahn angebracht werden, weil Elektrolytkondensatoren (Elkos) nicht verpolt werden dürfen. 

Schon ist die kleine Bastelei fertig und passt wirklich in fast jeden Wagen ohne groß aufzufallen. Meistens kann man ihn gut in der Toilette oder hinter Türen verstecken.

Die Anschlüsse sind wie folgt:
gemeinsamer Rückleiter an einem der Beinchen des Brückengleichrichters, egal welches
Masse vom Radschleifer an das andere Beinchen des Brückengleichrichters

Leiterbahn 1 rechts ist der Minuspol, der an das - der LED-Leiste kommt
Leiterbahn 3 rechts ist der Pluspol, der an das + der LED-Leiste kommt.

Viel Spaß beim Nachbau

Euer Uwe