Wer kennt es nicht? Eine nigel nagel neue Lok wurde soeben von dir ins Bw geschleppt. Sofort wird die CS2 mit dem nötigen Strom versorgt und die Lok ausprobiert. Aber wo findest du das richtige Lokbild für das Control Menü?

Grade bei neuen Loks gibt es die Lokbilder (icons) in der CS2 noch nicht. Unter cs2.stummiforum.de gibt es zwar eine umfangreiche Sammlung an Lokbildern im Format png, aber neue Loks findest du da auch nicht sofort. Frank Klose hat uns eine Anleitung erstellt, wie man eigene Lokbilder mit dem bekannten Malprogramm Paint erstellen kann. Ganz lieben Dank dafür!

Anleitung:

Das Programm Paint findest du in Windows7 unter “START” –> “Alle Programme” –> “Zubehör”. “START” ist das Windowssymbol unten links in der Ecke.

Bei Windows 10 ist das so ähnlich. Auch hier ist das Windowssymbol unten links in der Ecke. Evtl. ist Paint bereits als App-Kachel fest eingebunden. Ansonsten findest Du Paint über die Funktion „Alle Apps“. In der so aufgerufenen alphabetischen App-Liste müsste das Programm als Unterpunkt zu „Windows-Zubehör“ dabei sein.

   

Wenn Du bereits Lokbilder hast, kannst du auch alternativ direkt in der Windows-Fotoanzeige des Bildes zu Paint wechseln.

Jetzt wird das gleiche Bild in Paint zur Bearbeitung angezeigt. Vorsicht nun. Nicht in das Bild hinein zeichnen oder unvorsichtig klicken. Das kann direkt zu unerwünschten Strichen etc. quer über das Bild führen. Am besten speicherst du das Bild unter einem anderen Dateinamen ab, damit alle folgenden Änderungen nicht unabsichtlich zur Veränderung des Originals führen.

Merk dir, wo und unter welchem Dateinamen du das Bild jetzt abgespeichert hast. Nur für den Fall, dass du wieder von “vorne” mit der unveränderten Kopie anfangen möchtest. Zum Auswählen des gewünschten Bildausschnitts nun die Funktion “Auswählen” anklicken und in der Liste “Auswahlformen” die “Rechteckige Auswahl” anklicken. Der Mauszeiger ändert sich nun zu einem kleinen Fadenkreuz, wenn er über das Bild bewegt wird.

 

Hinweis: Unter dem Bild werden in einer separaten Zeile zusätzliche Angaben angezeigt.

 

Zu A: aktuelle Position des Mauszeigers auf dem Bild gemessen von der oberen linken Ecke des Bildes. linker Wert = Breite, rechter Wert = Höhe des Mauszeigers auf dem Bild
Zu B: Größe des Auswahlwerkzeugs in Pixel (sollte Standard 1x1 px sein)
Zu C: Größe des Bildes insgesamt

Noch ein Hinweis. Wenn Du zwischendurch irrtümlich etwas am Bild geändert hast, kannst Du das unmittelbar durch die Funktion “Rückgängig” korrigieren. Mit jedem Klick auf die Funktion wird genau eine Aktion (ein Klick) zurückgesetzt. Ist manchmal hilfreich, wenn so wie in diesem Beispiel irrtümlich in das Bild hinein gezeichnet wurde.

Weiter zum Auswählen des gewünschten Bildausschnitts. Jetzt kannst Du mit dem Fadenkreuz den gewünschten Bildausschnitt markieren. Am besten rechts außen unterhalb des Gleises ansetzen und dann einen Rahmen nach links oben um die Lok ziehen. Hierbei so wenig überflüssigen Rand wie möglich um die Lok herum mitauswählen. Jedes Pixel zu viel in der Höhe und Breite verschlechtert hinterher das Ergebnis beim Verkleinern. Aber das kommt erst später.

Das Problem bei der von mir genutzten Methode und “langen” Loks ist, dass beim Verkleinern auf die von Märklin erlaubten Lokbild-Abmessungen zu viel Bild-Länge beim Verkleinern leider auch die Höhe parallel reduziert, so dass die eigentlich verfügbare Höhe von 48 Pixel meist nicht ausgeschöpft werden kann. Daher jedes überflüssige Pixel vor allem in der Breite beim Auswählen des Bildausschnitts vermeiden. Um so schöner sieht das spätere Ergebnis an der CS2 aus. Also den gewünschten Bildausschnitt mit dem Fadenkreuz markieren und dann die Funktion “Kopieren” auswählen. Dadurch wird nur der ausgewählte Bildausschnitt berücksichtigt.

 

Als nächstes ein neues leeres Bild in Paint öffnen.

Die Sicherheitsabfrage mit Klick auf “Nicht speichern” beantworten.

Paint öffnet nun ein leeres neues Bild.

Das weiße Kästchen steht für das neue leere Bild. Das kann bei dir wesentlich größer sein, weil sich Paint da irgendwie die Größen-Einstellungen des zuletzt erstellten Bildes merkt. Bei mir ist es nur ein kleines Bild gewesen, daher das kleine weiße Bild. Nur zur Info: Die drei kleinen Kästchen am Rand des kleinen Bildes sind “Größenmarkierungen”. Damit kannst du die Höhe und Breite des weißen Kästchens verändern. Bitte nicht bei einem fertigen Bild benutzen, da sonst die Skalierung des Bildes verschoben wird. Leider nicht linear, sondern nur in der jeweiligen Achse. Jetzt kannst du den vorhin kopierten Bildausschnitt einfügen durch die Funktion “Einfügen” und die Auswahl “Einfügen”.

Die Lok wird nun in das leere Bild eingefügt.

Unter “B” wird die aktuelle Bildgröße des Lokbildes angezeigt. In diesem Beispiel 300 Pixel Länge und 75 Pixel Breite. Das passt also noch nicht zu den von Märklin vorgegebenen Abmessungen von 128 x 48 Pixeln. Das Lokbild muss also noch weiter verkleinert werden. Dabei dürfen die Proportionen des Bildes aber nicht verzerrt werden. Also einfach nur die Länge oder nur die Breite zu ändern führt recht schnell zu einem verzerrten Bild. In Paint daher die Funktion “Größe ändern” auswählen und in dem kleinen zusätzlichen Eingabefenster die Verarbeitungsart “Pixel”. Das Kästchen „Seitenverhältnis beibehalten“ muss ebenfalls durch einen Mausklick aktiviert werden.

Im Feld „Horizontal“ die gewünschte Breite von 128 Pixeln eingeben. Die Höhe in Pixeln wird von Paint nun automatisch mitgeändert. Das so verkleinerte Lokbild ist immer noch proportionsgerecht und nicht verzerrt. Mit anderen Programmen kann man das sicher komfortabler lösen. Aber für ein einfaches Lokbild ohne viel Aufwand reicht das allemal. Das Bild muss nun in dem von Märklin vorgegebenen Bildformat “PNG” abgespeichert werden. Hierzu “Speichern unter” –> “PNG-Bild” auswählen.

Aus Sicherheitsgründen sollte der Bildname so vergeben werden, dass kein Bild mit diesem Namen als Standard-Lokbild „ab Werk“ auf der CS2 vorhanden sein kann. Das würde sonst m. E. bei dem Übertrag des eigenen Lokbilds auf der CS2 überschrieben. Außerdem könnte es bei späteren Updates von Märklin durch deren neue Bilder (mit zufällig gleichem Dateinamen) überschrieben werden. Daher als Name evtl. “Eigen_26543” benutzen. Das Bild muss dann anschließend über den PC-Browser auf die CS2 übertragen werden. Das wird in den nächsten Schritten beschrieben. Noch ein Wort zur Dateigröße. In der Anleitung zur CS2 wird die Maximalgröße von 6 KB genannt, wenn die Lokbilder auf einer Lokkarte gespeichert werden sollen. Bei der direkten Übertragung eines Lokbilds auf die CS2 spielt das keine Rolle. Ich habe dort Bilder bis zu einer Dateigröße von 15 KB abgelegt, die ich in meiner Lokdatenbank genauso den Loks zuweisen kann, wie die auf der CS2 ab Werk vorhandenen Originalbilder von Märklin.

Weiter geht’s mit der Übertragung des Lokbilds an die CS2.

Zunächst ist die CS2 mit einem normalen Netzwerkkabel mit dem eigenen Netzwerk zu verbinden. Auf der Rückseite der CS2 ist dafür eine RJ45-Netzwerkbuchse.

Bevor Du eine Verbindung zum eigenen Netzwerk herstellst, solltest Du die Netzwerkeinstellungen der CS2 kontrollieren. Hierzu ist im Setup-Menü der Menüpunkt „IP“ aufzurufen. Achtung: Das geht nur, wenn die CS2 mit Antippen des Schraubenschlüssels in den Änderungsmodus versetzt wurde.

Nach Aktivierung des Änderungsmodus kannst du mit dem „Pfeil-nach-rechts-Symbol“ die weiteren Funktionen in der Menüleiste des CS2-Setups sehen.

Sofern Du nicht eine sehr spezielle Netzwerkkonfiguration mit fest zugewiesenen IP-Adressen für die Endgeräte benutzt, kannst Du in der Zeile „Adress-Vergabe“ die Auswahl „auto (DHCP)“ aktivieren. Damit bekommt die CS2 bei jeder Verbindung mit Deinem Netzwerk automatisch eine freie IP-Adresse zugewiesen. Im Normalfall dürfte diese Einstellung bei der CS2 bereits aktiv sein. Falls nicht, musst du den Änderungsmodus der CS2 mit dem „grünen Pfeil“ unten rechts beenden und die neuen Einstellungen damit dauerhaft in der CS2 speichern. Als nächstes musst Du das Netzwerkkabel auf der Rückseite der CS2 einstecken und das andere Ende des Netzwerkkabels an einem freien Netzwerkport an deinem Netzwerkrouter. Wenn die Verbindung zu Netzwerk hergestellt ist, kannst Du nochmal bei den IP-Einstellungen der CS2 nachschauen. Dort siehst Du nun die aktuell vom Router an die CS2 vergebene IP-Adresse. Wenn da keine IP-Adresse angezeigt wird, hilft es evtl. die CS2 einmal neu zu starten. Falls das auch nichts hilft, dann könnte das an irgendwelchen Netzwerkeinstellungen, einem falschen Kabel usw. liegen. Das musst Du bitte selber in den Griff bekommen. Zum Aufruf der Weboberfläche der CS2 musst Du nun die IP-Adresse der CS2 im PC-Browser eingeben. Als erstes wird das Hauptmenü der CS2 angezeigt.

Für die Übertragung des Loksbilds musst Du mit einem Mausklick in das Menü „Icons“ wechseln.

Du bekommst eine Übersicht aller auf der CS2 bereits vorhandenen Lokbilder angezeigt.

Am Ende der Seite siehst Du das Uploadmenü für die Übertragung eigener Bilder an die CS2.

Mit einem Mausklick auf „Durchsuchen“ öffnet sich ein Explorerfenster von Deinem PC. Hier kannst du in das Verzeichnis wechseln, in dem Du zuvor das neue Lokbild abgespeichert hast. Durch einen Klick auf das Lokbild wird das Bild zur Übertragung an die CS2 markiert. Mit einem Klick auf den Button „Öffnen“ ist die Auswahl beendet und der Dateiname des Lokbilds wird mit der kompletten Pfadangabe im Eingabefeld angezeigt.

Jetzt kannst Du mit dem Button „Übertragen“ das ausgewählte Lokbild auf die CS2 kopieren.

Nach dem Übertrag des neuen Lokbilds wird die Bildschirmanzeige im PC-Browser automatisch aktualisiert. Das neue Lokbild wird zwischen die bereits vorhandenen Lokbilder einsortiert. Du kannst jetzt das Lokbild auch in der Lokdatenbank der CS2 sehen und Deiner Lok zuweisen.

Achtung: Bei mir funktioniert die Zuweisung neu übertragener Lokbilder zu einer Lok nur, wenn ich die CS2 nach dem Übertrag neuer Lokbilder einmal neu starte. Nach dem letzten Update habe ich das noch nicht wieder ausprobiert. Evtl. wurde dieser kleine Fehler mittlerweile schon beseitigt. Damit ist die kleine Anleitung beendet. Wer seine Lokbilder mit transparentem Hintergrund oder höheren Ansprüchen an das Arbeitsergebnis erstellen möchte, der sollte sich woanders nach entsprechenden Lösungen umschauen. Und weil das hier mein rein privater Notizzettel ist, kann ich keine Haftung für irgendwelche Schäden übernehmen, die bei der Ausführung der beschriebenen Schritte oder in deren Folge entstehen.




 

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